3. Pflegetheoretische Grundlagen

Die ambulanten Pflegedienste in kirchlicher Trägerschaft haben eine rund hundertjährige Tradition. Lange vor Einführung der Pflegeversicherung haben sich Dienste aus der sog. Hauskrankenpflege entwickelt. Sie verstehen sich als Fachdienst, der im Auftrag der Pfarrgemeinde alte, kranke und behinderte Menschen in deren häuslicher Umgebung unabhängig von deren Religionszugehörigkeit pflegt und versorgt. Unser Ziel ist es, dass diese Menschen trotz Alter, Krankheit und Behinderung so lange wie möglich in ihrer gewohnten häuslichen Umgebung bleiben können. Wir gewährleisten eine fachlich kompetente und bedarfsgerechte Pflege nach dem allgemein anerkannten Stand medizinisch-pflegerischer Erkenntnisse zu wirtschaftlich vertretbaren Bedingungen.

 

3.1 Christliches Menschenbild

 

Die Grundlage für unseren Dienst bildet das christliche Menschenbild. Nach diesem Verständnis hat der Mensch eine einzigartige Stellung. Er ist ein Geschöpf Gottes, ungeachtet seiner Herkunft, Konfession, Hautfarbe, seines Geschlechts, seiner Bildung und Leistung. Als Ebenbild Gottes ist er mit einer einmaligen, unveräußerlichen Würde ausgezeichnet, die er  zeitlebens nicht verliert, auch nicht durch Krankheit, im Alter, bei körperlicher und/oder geistiger und/oder seelischer Behinderung. Dies verpflichtet uns dazu, nach unseren Möglichkeiten Bedingungen für ein menschenwürdiges Leben zu schaffen sowie Befriedigung der individuellen geistigen und sozialen Bedürfnisse zu ermöglichen. Der Hilfesuchende wird mit seinen Stärken, Eigenheiten, Prägungen und Unvollkommenheiten angenommen und hat Anspruch darauf, dass ihm mit Achtung, Respekt und Wertschätzung begegnet wird. In unseren konkreten Lebenssituationen orientieren wir uns an den Aussagen der Bibel und dem Glauben der Kirche. In beiden finden wir Begründungen und Gestaltungshilfen für ein ganzheitliches Verständnis vom Menschen.

Dies respektieren wir bei der Pflege. Uns ist bewusst, dass wir Gast in der Wohnung des Pflegebedürftigen sind. Den Pflegebedürftigen selbst und seinen Angehörigen begegnen wir mit Achtung. Diese Haltung wird sichtbar in der persönlichen Anrede, in der Wahrung seiner Intimsphäre und in der Umsetzung der oben aufgeführten Darstellung.

 

 3.2 Gesundheit – Krankheit

Unsere  Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter lassen sich von einem Gesundheits- und Krankheitsverständnis leiten, das auf den ganzen Menschen individuell ausgerichtet ist. Gesundheit und Krankheit werden von jedem Menschen anders erfahren und erlebt. Seine Würde und seinen Wert verliert er trotz Krankheit, Alter und/oder Behinderung nicht. Nach unserem Verständnis ist jeder Mensch als Ganzheit geschaffen.

 
Diese ganzheitliche Dimension des Lebens und des Sterbens wird in unserem Pflegedienst durch das alltägliche Verhalten aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sichtbar. Der Umgang mit den Pflegebedürftigen und den Angehörigen wie auch untereinander ist gekennzeichnet durch Freundlichkeit, Offenheit, Aufrichtigkeit, Zuwendung, Zuhören, Ernstnehmen, Geduld, Verlässlichkeit und Verständnis. Neben der fachlichen Qualität spielt die Sensibilität gegenüber den persönlichen Nöten und Glaubensfragen eine entscheidende Rolle.

 

3.3 Umgebung – soziales Umfeld

 

Der Mensch lebt nicht für sich allein, sondern ist abhängig von sozialen Beziehungen. Die christliche Soziallehre orientiert sich in diesem Zusammenhang am Prinzip der Solidarität. Wir respektieren, fördern und erhalten dabei soweit als möglich die individuelle Lebenssituation und die Selbstversorgungskompetenz des Pflegebedürftigen und seiner Angehörigen mit dem Ziel, die Geborgenheit und das Verbleiben in ihrer Häuslichkeit so lange wie möglich zu gewährleisten.


Der Mensch lebt nicht für sich allein, sondern ist abhängig von sozialen Beziehungen. Die christliche Soziallehre orientiert sich in diesem Zusammenhang am Prinzip der Solidarität. Wir respektieren, fördern und erhalten dabei soweit als möglich die individuelle Lebenssituation und die Selbstversorgungskompetenz des Pflegebedürftigen und seiner Angehörigen mit dem Ziel, die Geborgenheit und das Verbleiben in ihrer Häuslichkeit so lange wie möglich zu gewährleisten.

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